sammlungen

im künstlerinnenarchiv und der videokollektion bestehen als sammlungen organisatorisch eigene bestände. einige sind zu bildwechsel schon in form kompletter sammlungen gekommen – andere wachsen durch das engagement der bei bildwechsel mitarbeitenden.

die “cinenova”-sammlung

zwei frühe verleihjahrgänge des englischen frauenfilmverleih cinenova (london) mit dem schwerpunkt auf kurze und experimentelle videos/filme aus england und den usa
cinenova

feminale sammlung

archiv der einreichvideos seit 1999 für die feminale, dem internationalen frauenfilmfestivals in köln (bis 2006). danach hatte sich die feminale mit der femme totale dortmund zusammengeschlossen zum internationalen frauenfilmfestival dortmund/köln, ein verbund der 2009 im januar wieder aufgelöst wurde.

informationsdienst

dossiers zu ca. 100 in 1994, dem jahr der documenta IX, aktuellen positionen von künstlerinnen, organisiert von ute meta bauer, sandra hastenteufel, tine geissler.
in 2007 wurde der sammlungsteil “informationsdienst” offiziell vom museo de bellas artes in bilbao geliehen und dort in der ausstellung “kiss kiss bang bang – 45 years of art and feminism” gezeigt.

die “pelze”-sammlung

mit dokumenten und materialien (texten, copy art, fotos, dias, videos) über ereignisse im “pelze multimedia”, einem ort in berlin, der künstlerinnen zwischen 1986 und 1990 “leeren raum” für ihre ideen und aktionen bot.

lis-sammlung

das archiv des roh- und sendematerials von LIS – lesben in sicht – einem tv-magazin von und für lesben im offenen kanal hamburg. (1994 – 98) bildwechsel archiviert das gesamte rohmaterial und die sendungen.

lesben-tv

lesben-tv nannte sich die nachfolgende gruppe, die ebenfalls ein magazin für lesben im offenen kanal hamburg produzierte – auch hier archiviert bildwechsel das gesamte rohmaterial und die sendungen (1998 – 2001).

die fassade-sammlung

mit veranstaltungsmitschnitten, diskussionen und interviews im themenbereich frauenkultur in den 90er jahren.

die sammlung samuel herzog

die “sammlung samuel herzog” kam im juni 2007 aus basel nach hamburg. es sind materialien zur gegenwartskunst, die der feuilleton-chef der neuen zürcher zeitung samuel herzog ab 1992 im zuge seiner kunstjournalistischen aktivitäten zusammengetragen hat. mit den gut zweitausend dossiers der “sammlung samuel herzog” eröffnet bildwechsel den archiv-flügel “bildwechsel & söhne” in dem sich neuzugänge in ihrer originären sammlungsspezifik finden lassen.

fanzine sammlung

zines – das ist die kurzform von “fanzines” – sind selbstgemachte heftchen – inzwischen reicht das spektrum von fotokopiert bis professionell gedruckt. enstanden in der punk- und d.i.y-(do it yourself)-bewegung, waren zines eine wichtige ausdrucksform der feministischen riot-grrrl-bewegung und des queercore – was einen teil der punk-rock und hardcore-szene meint, dessen protagonist_innen sich queer und trans* bekennen und dies auch in ihren texten behandeln.

die zine-sammlung bei bildwechsel ist auf über 500 hefte angewachsen – offen für neuzugänge und austausch und während der öffnungszeiten einsehbar.

videos/filme der trans*, intersexuellen und queerszene

bilden einen, seit einigen jahren kontinuierlich wachsenden eigenen sammlungsteil. hier finden sich auch videos aus den ladi.y.festen und von film/video-calls für bildwechselprogramme – veröffentlicht und verbreitet vor allem über i love bildwechsel.

frauenkulturhaus frankfurt

das frauenkulturhaus frankfurt hat in einem leerstehenden industriegebäude versucht mit der größe eines frauenmuseums, austattung eines konzertsaals und infrastruktur für kleingewerbe und büros, mischformen und finanzierungen für austellungen, konzerte, treffpunkten und proben mit gastronomie heimisch zu machen.
als das frankfurter frauenkulturhaus geschlossen werden musste, übernahmen wir die “sammlung frauenkulturhaus frankfurt” in das künstlerinnenarchiv und in die videokollektion, um die arbeiten und die aktivitäten sowohl des kulturhauses als auch der beteiligten künstlerinnen und organisatorinnen zu vertreten. die sammlung umfasst hauptsächlich texte, programme, foto-, video- und audiomaterial von 1987 bis 1998 zu den aktivitäten und veranstaltungen des frauenkulturhauses und dessen vorgängerin – der frauenkulturhausinitiative.
die übergabe der sammlung fand am 26. märz 1999 im frauenkulturhaus harburg statt.

höge-sammlung

materialien des künstlerhofes “die höge” (1996 begonnen, 1998 eröffnet – bis 2006 aktiv)
der ehemalige künstlerinnenhof “die höge”, in högenhausen in der nähe von bremen, bot internationalen künstlerinnen atelier- und arbeitsstipendien und veranstaltete symposien und präsentationen. 2004 musste die höge dieses förderprogramm einstellen – im archiv der aktiven höge-zeit ist jetzt auch bei bildwechsel einsehbar.

kx-sammlung

die “kx-sammlung” – übergeben im dezember 2007 – abgeholt mit dem archivbus aus dem mexikoring in hamburgs city nord– in dem der kunstraum kx zuletzt respektable 300 quadratmeter ausstellungsfläche für zeitgenösische kunst geboten hatte. seit 1987 war kx erst auf kampnagel, dann in der citynord als artist-run-space einer der off-szene-brückenköpfe in hamburg. bildwechsel bedauert das wegbrechen dieses kunstraumes in dem viele künstlerInnen ihren start und viel unterstützung bekommen haben. videoaufzeichnungen der ausstellungen von kx auf sind nun bei bildwechsel archiviert und zugänglich.

sammlung früher videos der politischen bewegungen in deutschland 1974 – 85

lange vor “youtube” und der zeit, in der fast jedes handy auch kleine videos machen kann – war das “filmemachen” angelegenheit einer geschlossenen gesellschaft – von fernsehen (drei programme) und kino. mit video – das anfang der 70er jahre in deutschland ankam – gab es plötzlich die möglichkeit, “selbst filme zu machen” – und das wurde am anfang der geschichte dieses mediums fast immer sehr politisch verstanden: die wenigsten dieser videos sind heute noch zugänglich. kaum jemand kennt die frühen videodokumentationen noch. ein reich bebildertes politische geschichtsbuch wird vom zahn der zeit zernagt.
mehr im videomuseum